Altersvorsorge mit Fonds – Fondssparplan oder Fondspolice

Die Altersvorsorge mit Fonds ist langfristig gesehen für den Sparer interessant, ob Fondssparplan oder eine Fondspolice.

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Altersvorsorge über Investmentfonds kann über einen Fondssparplan oder über eine Fondspolice gemacht werden. Ein Fondssparplan ist ein Investment direkt in Fonds, dabeiwird in der Regel ein Ausgabeaufschlag verlangt und bei der Auszahlung wird die Abgeltungssteuer fällig. Die Fondspolice hat einen Versicherungsmantel, also entweder eine Lebens- oder Rentenversicherung. Dabei wird in der Regel eine Provision fällig, dafür hat die Fondspolice einen Steuervorteil gegenüber dem Fondssparplan.

Wer für seine Altersvorsorge ein wenig auf die Rendite schaut, der sollte sich mit einer Fondsanlage beschäftige. Für die Altersvorsorge gibt es den Fondssparplan und die Fondspolice, bei der Fondspolice werden die Anteile an den ausgewählten Fonds von einer Versicherung gekauft. Dabei werden immer wieder die Kosten einer Lebens- oder Rentenversicherung erwähnt, die aber viel unwichtiger sind als der Steuervorteil am Ende der Laufzeit.

Fondssparplan Vorteile und Nachteile

Bei einem Fondssparplan werden monatlich regelmäßig Fondsanteile gekauft. Bei dem Kauf wird in der Regel ein Ausgabeaufschlag bezahlt, der beispielsweise 5 Prozent betragen kann. Bei der Auszahlung des Kapitals wird die Abgeltungssteuer fällig, also 25 Prozent vom Gewinn plus Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Ein Fondssparplan muss langfristig gesehen werden, besonders wenn es für die Altersvorsorge gedacht ist. Wichtig ist es beim Fondssparplan sich den Investmentfonds anzuschauen und zu überprüfen, auf keinen Fall jahrelang einzahlen ohne überhaupt den Fonds zu kennen. Auch das switchen (wechseln) des Fonds ist je nach Lage der Börse empfehlenswert aber dazu muss man sich wirklich öfters mit der Börse und den Investmentfonds befassen.

Fondspolice Nachteile und Vorteile

Die Fondspolice ist eine Lebens- oder Rentenversicherung, die mit dem Sparbeitrag Anteile eines Investmentfonds kauft. Dabei ist es wichtig das die Fondspolice nur langfristig für die Altersvorsorge gesehen wird, denn nur dann kommt der Steuervorteil bei der Auszahlung zum tragen und nur dann kann mit einer Rendite gerechnet werden. Die vorzeitige Inanspruchnahme des Kapitals ist mit großen Verlusten verbunden. Auch bei der Fondspolice sollte die Auswahl der betreffenden Investmentfonds sorgfältig gemacht werden. Bei der Fondspolice ist das informieren über die Fonds und auch das regelmäßige überprüfen genauso wichtig wie bei dem Fondssparplan. Bei den meisten Fondspolicen ist auch das switchen der Investmentfonds zumindest einmal im Jahr kostenlos. Die steuerliche Regelung für Fondspolicen wurde mit dem Alterseinkünftegesetz neu geregelt. Für alle Fondspolicen die vor dem 31.12.2004 abgeschlossen wurden ist die Auszahlung komplett steuerfrei, sofern die Fondspolice eine Mindestlaufzeit von 12 Jahren und die Beitragszahlungsdauer mindestens 5 Jahre betragen hat. Für alle Fondspolicen, die nach dem neuen Recht ab 2005 abgeschlossen wurden, wird nur die Hälfte des Ertrags besteuert, wenn die Auszahlung nach dem 60. Lebensjahr erfolgt (Verträge ab 2012 Auszahlung ab dem 62. Lebensjahr) und eine >Mindestlaufzeit von 12 Jahren besteht. Der Ertrag einer Fondspolice ist die Auszahlung abzüglich den eingezahlten Beiträgen.

Fazit:

Die Kosten bzw. Provision für eine Fondspolice sind zwar hoch aber der Steuervorteil gleicht das wieder aus und man darf dabei auch nicht den monatlichen Ausgabeaufschlag bei einem Fondssparplan vergessen. Wichtig ist dabei die langfristige Anlage, egal ob man sich für die Fondspolice oder für den Fondssparplan entscheidet. Die Fondspolice ist vielleicht nicht das beste für die Altersvorsorge, doch bei einer langfristigen Anlage und wenn man sich hin und wieder die Fonds anschaut und gegebenenfalls wechselt, ist die Fondspolice keine shclechte Anlage.


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