Alternative Schmerztherapie auf Kassenkosten

Chronische Schmerzen machen geschätzten 13 Millionen Menschen den Alltag zur Hölle. Der Griff zur Schmerztablette wird für sie zur Gewohnheit. Dabei gibt es verschiedene Alternative Heilmethoden, die die Beschwerden schonender lindern können. Einige wie die Alternative Schmerztherapie werden nicht nur von der privaten Krankenversicherung, sondern auch von den gesetzlichen Kassen übernommen.

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13 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter chronischen Schmerzen. Viele von ihnen werden fast schon belächelt, weil es keine klare Diagnose wie Krebs, Multiple Sklerose oder ähnliches gibt. Sie fühlen sich selbst wie eingebildete Kranke, denn niemand kann den Betroffenen sagen, woher die Schmerzen kommen. Der Griff zur Tablette wird für sie zur Routine. Dabei gibt es ganz verschiedene, auch alternative Heilmethoden, die den Schmerzpatienten helfen können.

Der Schmerz als Krankheit

In unserer Gesellschaft gilt Schmerz leider bei den meisten Ärzten immer noch als Symptom, also als Begleiterscheinung einer Grunderkrankung. Den Schmerz als eigenes Krankheitsbild zu sehen, gelingt nur wenigen. Das aber ist die Voraussetzung dafür, eine gelungene Behandlung durchzuführen. Schmerzmittel reichen meist nicht aus. So können z. B. Schmerztabletten bei regemäßiger Einnahme selbst zu Kopfschmerzen führen. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie wäre es sinnvoll und notwendig, mehr Ärzte für diesen medizinischen Fachbereich auszubilden. Denn nur so können verschiedene und wirksame Behandlungsmethoden ein- und durchgeführt werden.

Erfolgreich und schonend

So ist heute schon bekannt, dass z. B. Akupunktur bei der Behandlung von Migräne, Knie- und Rückenschmerzen, Regelbeschwerden und Schmerzen nach Operationen sehr erfolgreich ist. Hier springen die gesetzlichen Versicherer zumindest bei Rückenleiden ein, meist bezahlen sie zehn Sitzungen bei Medizinern, die eine entsprechende Zusatzausbildung haben. Wer dauerhaft unter Kopf- und Muskelschmerzen leidet, kann auf Biofeedback setzen. Die Kosten hierfür muss man in der Regel selbst tragen. Ebenfalls hilfreich zur Schmerztherapie kann die Hypnose sein. Allerdings sind die Sitzungen keine Kassenleistung. Eine weitere, schonende Behandlungsmethode für Schmerzen insbesondere des Bewegungsapparates, von Muskeln und Gelenken, Nerven- und Spannungskopfschmerzen ist TENS, die transkutane elektrische Nervenstimulation, die nach einer Einführung durch den Mediziner vom Patient zu Hause durchgeführt werden kann. Dazu muss das TENS-Gerät ausgeliehen werden. Die Mietkosten werden auch von gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Bei allen Methoden, sollte man vor Beginn der Therapie Rücksprache mit der Krankenversicherung halten. Wer privat versichert ist, hat meist eine größere Auswahl an alternativen Behandlungsmethoden.

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One thought on “Alternative Schmerztherapie auf Kassenkosten

  1. Kommentar Autor
    Barbara Köster
    Ein Kommentar

    Danke für diesen beitrag. Ich finde auch, dass dem Schmerz an sich viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. Es gibt so viele Therapiemöglichkeiten. Jeder Mensch ist verschieden und deswegen können auch verschiedene Therapieformen bei jedem anders wirken. Ich denke, dass man einfach vieles probieren muss, bis man etwas passendes gefunden hat. Mir hat zum Beispiel nach langer Suche und vielem ausprobieren die Andullationstherapie (http://www.andullation.de) geholfen. Leider musste ich alles selbst zahlen. Doch war mir das meine Gesundheit wert. Nur was machen Menschen, die sich das nicht leisten können? Sollen diese gezwungen werden mit den Schmerzen zu leben, nur weil die konventionelle Therapie nicht hilft?

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