Allianz verliert Rechtsstreit mit hauseigenen Vertreter über Provisionskürzung

Das Landgericht München hat mit dem Urteil Az.: 10 HK O 1977/07 für die beiden Vertreter der Allianz gegen den hauseigenen Konzern Allianz entschieden. In dem Rechtsstreit ging es um eine Provisionskürzung, welche die Vertreter der Allianz hatten, weil der Konzern einen günstigeren Tarif einführte und dafür ihren Vertretern weniger Provision zahlte.

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Vor einiger habe ich hier berichtet, dass zwei Vertreter der Allianz gegen ihre eigene Gesellschaft klagten, weil diese einen günstigeren Kompakttarif eingeführt hatte und die Vertreter dafür weniger Provision erhalten sollten. Die beiden Vertreter klagten gegen die Allianz, da sie zum einen ihren Kunden beide Tarife anbieten müssten und deshalb sie auch mehr Zeit brauchen, was eine geringere Provision nicht rechtfertigen würde.

Urteil Az. 10 HK O 1977/07

Die Argumentation seitens der Allianz war, dass beide Versicherungsvertreter keine Makler sind, sondern Ausschließlichkeitsvertreter, die ihre Kunden aussuchen können und bewusst unterscheiden können. Nun musste die Allianz im Streit um die Provisionskürzung eine Niederlage einstecken, die sicher schmerzhaft für die Allianz ist, wobei dass Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Das Landgericht München gab den beiden Vertretern Recht, da die Allianz bis zur Einführung des günstigeren Kompakttarifs immer 10 Prozent Bestandsprovision bezahlt hatte und ab 2005 eben nur noch 6 Prozent Bestandsprovision für den günstigeren Tarif. Das Landgericht München sieht die Kürzung als unwirksam an, aber das Urteil ist eben noch nicht rechtskräftig.
(Az.: 10 HK O 1977/07)

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