Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz AGG Krankenversicherung

Das AGG Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz wird wohl in der privaten Krankenversicherung bzw. der Vollversicherung sowie der Zusatzversicherungen bei Männern zu höheren Beiträgen führen.

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Mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz AGG wird sich auch bei Versicherungen und speziell bei der Krankenversicherung einiges ändern. Kunden können klagen, wenn Ihnen ein Produkt oder eine Dienstleistung verweigert wird oder aber wenn sie mehr zahlen müssen dafür. Wie das genau ablaufen wird ist allerdings noch recht unsicher, das Gesetz schreibt nicht zwingend vor, das Männer und Frauen die gleichen Beiträge für ein Produkt zahlen müssen, wenn die Unternehmen versicherungsmathematisch belegen können, dass es Unterschieden zwischen den Geschlechtern gibt.
Ein Unterschied besteht zum Beispiel bei der längeren Lebenserwartung der Frauen, die auch zu höheren Beiträgen bei einigen Versicherungen führt.


Frauen dürfen nicht benachteiligt werden

Im Bereich der Krankenversicherung dürfen Frauen nicht benachteiligt werden, weil sie schwanger werden können. Bisher führte dies zu höheren Beiträgen in der privaten Krankenversicherung. Die Versicherungsunternehmen stehen deshalb in Kontakt mit der Bafin und bis spätestens Dezember 2007 soll eine geschlechtsneutrale Verteilung der Kosten für Schwangerschaft und Mutterschaft sichergestellt sein.


Höhere Beiträge die Folge

Das AGG wird für Versicherungen die nach dem 22.12.2007 abgeschlossen werden angewandt und es könnte zu höheren Beiträgen in der privaten Krankenversicherung für Männer führen. Dies könnte auch bei Zusatzversicherungen zu höheren Beiträgen führen. Der Verband der privaten Krankenversicherungen rechnet mit einer Größenordnung von etwa 10 Prozent, wobei die genauen Zahlen noch nicht feststehen, da diese auch von der Kalkulationsverordnung abhängen.


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