Allgemeiner und Ermäßigter Beitragssatz in der Krankenversicherung

Desöfteren liest man von dem Unverständnis eines Rentners, der früher nur den ermäßigten Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt hat und mit Bezug seiner Rente plötzlich den Allgemeinen Beitragssatz bezahlen muss. Die Begründung liegt im Solidarprinzip.

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Ein Angestellter der über der Beitragsbemessungsgrenze verdient kann sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung weiterversichern. Ob Allgemeiner oder Ermäßigter Beitragssatz, kann der Versicherte selbst wählen.

Bezug von Krankengeld

Der Unterschied besteht lediglich im Bezug von Krankentagegeld oder bei dem ermäßigten Beitragssatz vom Verzicht auf das Krankentagegeld. Ungeachtet dessen, dass man schon den Allgemeinen Beitragssatz nehmen sollte, denn keiner weiß ob er längerfristig erkrankt, haben einige Menschen den ermäßigten Beitragssatz gewählt.

Aktuelles November 2008 Änderungen Private Krankenversicherung

Bundessozialgericht weist Klagen ab Allerdings wird ab Bezug der Rente und Versorgungsbezügen aus dem ermäßigten Beitragssatz der allgemeine Beitragssatz und dies obwohl ein Rentner eh keinen Anspruch auf Krankentagegeld mehr benötigt. Inzwischen hat auch schon das Bundessozialgericht Klagen von Betroffenen deshalb zurückgewiesen und auch bestätigt, dass dieses Recht nicht gegen die Verfassung verstößt. Die Begründung liegt wohl im Solidarprinzip, die GKV beruht ja auf der solidarischen Finanzierung durch die Beitragszahler und auf die Solidarität unter den Generationen.

Beiträge reichen nicht

Die Beiträge der Rentner zur Krankenversicherung decken bei weitem nicht die Aufwendungen der Krankenkassen und wird zu einem großen Teil durch die Arbeitnehmer mitfinanziert. So geben die Rentner mit dem bezahlen des Allgemeinen Beitragssatzes einen Teil an die Solidargemeinschaft zurück.


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One thought on “Allgemeiner und Ermäßigter Beitragssatz in der Krankenversicherung

  1. Kommentar Autor
    Dietmar Anzer
    Ein Kommentar

    Rentengerechtigkeit
    Der Beamte zahlt keine Beiträge
    in die Rentenversicherung,dann ist es auch gerecht,das der Beamte steuern zahlt.
    Ich als Arbeitnehmer habe Rentenbeiträge eingezahlt und muss seit 2005 die Rente zur Hälfte
    versteuern obwohl ich Beiträge
    entrichtet habe.
    Man sieht hier,das der Beamte
    bevorzugt ist.
    Oder sieht es die Allgemeinheit anders?

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