Allgemeine und besondere Wartezeiten

In der privaten Krankenversicherung tritt der Versicherungsschutz nach Ablauf einer Wartezeit ein.

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Die Leistungspflicht der privaten Krankenkasse beginnt in der Regel erst nach einer Wartezeit ab Versicherungsbeginn. In dieser Zeit leistet die Versicherungsgesellschaft nicht, wenn ein Versicherungsfall eintritt, ausgenommen es handelt sich um einen Unfall. Es wird zwischen einer allgemeinen Wartezeit und einer besonderen Wartezeiten unterschieden.

Die allgemeine Wartezeit

Die allgemeine Wartezeit beträgt 3 Monate und ist in der Krankheitskostenvollversicherung und Krankentagegeldversicherung üblich.

Besondere Wartezeiten

Die besondere Wartezeit erstreckt sich über 8 Monate und besteht bei Entbindung, Zahnbehandlung, Kieferorthopädie, Zahnersatz und Psychotherapie.


Wartezeiten nicht nur bei Neuversicherung

Nicht nur neue Mitglieder eines Versicherungsunternehmens müssen mit einer Wartezeit rechnen. Auch wer innerhalb der Krankenkasse weitere Versicherungsleistungen abschließt, erhält den Versicherungsschutz ggf. erst nach einer bestimmten Frist, außer der Versicherte hatte bereits eine Zusatzversicherung gleicher Art.

Wann entfällt allgemeine Wartezeit?

Die allgemeine Wartezeit entfällt, wenn Behandlungen aufgrund eines Unfalles erfolgen müssen. Bei Nachversicherung des Ehepartners, wenn spätestens 2 Monate nach Eheschließung der Versicherungsschutz beantragt wurde, und bei Nachversicherung von Neugeborenen, wenn innerhalb der ersten 2 Monate die Antragstellung beim Versicherer eingegangen ist, bestehen keine Wartezeiten. Bedingung hierbei ist, dass einer der Partner oder Elternteil mindestens seit 3 Monaten versichert ist und dass der Versicherungsschutz artgleich ist.

Anrechnung Versicherungszeit

Wenn ein zuvor gesetzlich Versicherter oder ein Angestellter des öffentlichen Dienstes, der Anspruch auf freie Heilsfürsorge hatte, in die private Krankenversicherung wechseln möchte und spätestens 2 Monate nach Beendigung der Vorversicherung die Aufnahme beantragt hat, wird die Versicherungszeit angerechnet und die Wartezeit erlassen. Auch im Ausland Versicherte, die zurückkehren und sich in Deutschland privat krankenversichern möchten, können sich ihre vorherige Versicherungszeit anrechnen lassen.


Vorlage eines Attestes

Die Wartezeit kann erlassen werden, wenn der Versicherte einen Antrag auf Befreiung von der Wartezeit stellt. Dann muss er jedoch ein ärztliches Attest vorlegen, aus dem der Gesundheitszustand hervorgeht. Die Vorlage des Attestes muss innerhalb einer bestimmten Frist erfolgen.


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