AGB zustimmen kann teuer werden

Die Abkürzung AGB steht für Allgemeine Geschäftsbedingungen. Wer hier nicht in die Teuer-Falle tappen will, ist gut beraten, das Kleingedruckte sorgsam zu lesen.

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Ob Frühbucher-Rabatt bei der Pauschalreise, Gutschein-Geschenken, Autokauf oder Zeitschriftenabo, ja, selbst bei Internetauktionshäusern oder Social-Networks wie Facebook, Twitter oder Wer-kennt-wen, überall muss man erstmal den AGBs zustimmen. Das kennen Sie sicher auch. Ohne das Kreuzchen im richtigen Kästchen geht gar nichts. Aber sind wir doch ehrlich: Wer liest schon die seitenlangen, meist klein gedruckten Bedingungen. Spätestens nach den ersten Zeilen vergeht einem die Lust. Und zwar noch bevor man feststellt, dass man ohne Anwalt ohnehin nicht versteht, worum es geht. Dabei sollte man sich Zeit und Muße lassen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen studieren. Tut man’s nicht, kann’s teuer werden.

Nicht rechtens, aber üblich

Diese Regel betrifft alle Bereiche, in denen man als Verbraucher tätig wird. So werden Gutscheine z. B. oft zeitlich befristet ausgestellt. Nach dem entsprechenden Einlöse-Datum verfallen sie. Ebenso wie die Regelung einiger Versandhäuser, dass Rücksendekosten bei Nichtgefallen nicht übernommen werden. Oder die Aufbauklausel mancher Möbelhäuser, die versuchen den Käufer dafür in die Verantwortung zu nehmen, dass das neue Mobiliar durch die Türen passt. Viele dieser Bedingungen sind zwar nicht rechtens, trotzdem kommen die Unternehmen meist durch, weil die Verbraucher nicht Bescheid wissen oder wegen geringer Beträge nicht klagen. Oder eben weil sie nicht im vorhinein Widerspruch eingelegt haben. Dabei finden sich all diese fiesen Fallen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Nehmen Sie sich Zeit

Eine besondere Gemeinheit gegenüber dem Verbraucher ist die nachträgliche Änderung von AGBs. Leider ist das eine durchaus übliche Methode einiger Unternehmen. Selbst die Preise können von Dienstleistern noch geändert werden. Alles was sie dann tun müssen, ist, ihren Kunden das wiederum Minimalgedruckte zuzuschicken. Denn Information ist alles. Vor allem alles, was die Dienstleister hier im Sinne des Rechts erledigen müssen. Wie aber schon bei den Original-AGBs fühlen sich die wenigsten Verbraucher dazu bemüßigt, diese zu lesen und wundern sich dann über erhöhte Preise oder veränderte Fristen. Deshalb gilt für alle Vertragsabschlüsse: Nehmen Sie sich Zeit und lesen sie die AGBs genau. Scheuen Sie sich auch nicht nachzufragen, wenn Sie etwas nicht verstehen. Unterschreiben Sie erst, wenn Ihnen alles klar ist und Sie das Kreuzchen guten Gewissens an der richtigen Stelle machen können. Erhalten Sie neue Unterlagen, prüfen Sie diese sorgfältig und legen Sie im Zweifelsfall Einspruch ein.

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