Äußerer Anlass nötig für Gesetzliche Unfallversicherung

In der gesetzlichen Unfallversicherung ist ein äußerer Anlass nötig.

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Ein Student fiel auf dem Weg zur Uni einfach um und verletzte sich schwer. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlte nicht. Mit Recht, denn es fehlte die Ursache.
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Wegeunfall braucht Ursache

Ein junger Mann stand auf einem Bahnsteig. Plötzlich fiel er einfach um. So zumindest beschrieben es die umstehenden Reisenden. Die Folge waren schwere Kopfverletzungen. Da der Student auf dem Weg zur Uni war, schaltete er seine gesetzliche Unfallversicherung ein und machte einen Schaden durch einen Wegeunfall geltend. Die Haftung wurde abgelehnt. Es fehlte ein kausaler Zusammenhang.
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Medizinischer Auslöser

Die gesetzliche Unfallversicherung lehnte die Leistungspflicht mit klaren Worten ab. Schließlich habe es keinen äußeren Anlass gegeben für den „Unfall“. Die Ärzte im Krankenhaus genauso wie die medizinischen Sachverständigen gingen dagegen von einem epileptischen Anfall aus, der den Zusammenbruch ausgelöst haben musste. Der Student selbst konnte sich an nichts erinnern.
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Berufungsverfahren ist anhängig

Nachdem die gesetzliche Unfallversicherung nicht zahlte, klagte der Student. Und bekam in erster Instanz sogar Recht. Allerdings ging die Unfallversicherung in Berufung vor dem Landessozialgericht. Und da sah die Sache anders aus. Denn das Gericht sah nicht, dass der Weg von zu Hause zur Universität ursächlich für den Unfall gewesen sei. Deshalb müsse der Unfallversicherungsträger hier nicht zahlen. Schließlich seien die Grundlage für die Wegeunfallversicherung die Gefahren, denen der Versicherte auf dem Weg zur oder von der Arbeit ausgesetzt sei. Und in diesem konkreten Fall ließe sich keine besondere Verkehrsgefahr ausmachen. Dieses Urteil ist allerdings nicht endgültig, denn es ist nun beim Bundessozialgericht zur Revision zugelassen. Es handelt sich hier immerhin um eine grundsätzliche Entscheidung, die bisher aber noch nicht gefällt wurde (Az.: B 2 U 8/14 R).

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