Änderungskündigung für Arbeitnehmer verschiedene Möglichkeiten

Im Falle einer vom Betrieb ausgesprochenen Änderungskündigung sollen Arbeitnehmer ihre Entscheidung nicht überstürzen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie Arbeitnehmer mit einer solchen Kündigung umgehen können.

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Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten greifen Arbeitgeber gerne die Möglichkeit auf Änderungskündigungen auszusprechen und damit die betriebliche Lage zu verbessern. Allerdings müssen hier Vorgaben eingehalten werden und Arbeitgeber sollten sich in Bezug auf eine Änderungskündigung nicht zu vorschnellen Aussagen hinreißen lassen.

Angebot des Arbeitgebers

Eine Änderungskündigung seitens des Arbeitgebers ist im Gegensatz zu einer normalen Kündigung ein Angebot an den Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis zu geänderten Bedingungen fortzusetzen. Dabei handelt es sich nicht um einen ganz neuen Arbeitsvertrag, sondern es werden nur einzelne Bedingungen des ursprünglichen Vertrages verändert. Dies ist wichtig für den Kündigungsschutz und die Fristen sowie die Länge der Betriebszugehörigkeit.

Kommt es also zu einer betriebsbedingten Änderungskündigung sollte man als Arbeitnehmer darauf achten, dass das Ursprungsdatum des alten Vertrages bestehen bleibt.

Strenge Vorgaben für Änderungskündigung

Genau wie bei einer normalen Kündigung, muss bei einer Änderungskündigung ein Kündigungsgrund vorliegen, der die Änderungskündigung auch sozial rechtfertigt. Der Lohn darf zum Beispiel nur gesenkt werden, wenn damit eine drohende Insolvenz der Firma abgewendet werden soll. Außerdem muss eine Änderungskündigung schriftlich erfolgen und in der Regel auch die normalen Kündigungsfristen einhalten. Parallel mit dieser Art der Kündigung muss auch das neue Angebot erfolgen, es darf weder vorher noch später besprochen werden.


Wie sollte ein Arbeitnehmer reagieren?

Ein Arbeitnehmer sollte niemals übereilt Stellung zu einer Änderungskündigung beziehen. Er hat mehrere Möglichkeiten. Zum Einen kann er die Änderungskündigung ohne Einspruch annehmen, dann besteht das Arbeitsverhältnis zu den geänderten Bedingungen weiter. Er kann aber auch ablehnen, dann würde das Arbeitsverhältnis einfach ende. Eine Klage gegen die Änderungskündigung ist natürlich auch im Rahmen der Möglichkeiten, wofür er das Angebot erstmal ablehnt und das Gericht entscheidet dann, ob die Änderungskündigung wirksam ist oder nicht. Im Falle, dass der Arbeitnehmer Recht bekommt, besteht das Arbeitsverhältnis unverändert weiter, im Falle, dass der Arbeitgeber Recht bekommt, verliert der Arbeitnehmer seine Arbeitsstelle.

Annahme unter Vorbehalt

Die sicherste Variante mit einer Änderungskündigung umzugehen ist jedoch die Kündigung unter Vorbehalt anzunehmen und trotzdem dagegen Klage einzureichen. In diesem Falle prüft das Gericht nur, ob die Änderungen akzeptabel sind oder nicht. Somit verliert der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz auch dann nicht, wenn die Änderungen akzeptiert werden müssen.

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