Achtung: Zusatzversicherung „Stationäre Behandlung“

Durch so genannte Zusatzversicherungen kann man heute als gesetzlich Krankenversicherter in den verschiedensten medizinischen Bereichen zum Erste-Klasse-Patienten werden. Beim Abschluss einer Zusatzversicherung für stationäre Behandlung gibt es aber einiges zu beachten.

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Schlecht gelaunte Schwestern, schlecht riechende Mitpatienten, schlecht behandelnde Ärzte, schlechtes Essen, schlechte Betten, schlechte Luft, ja sogar das Fernsehprogramm ist schlechter. Die Liste der Nachteile, die ein gesetzlich Versicherter im Krankenhaus ertragen muss ist beinahe endlos. Kein Wunder boomen die Zusatzversicherungen in diesem Bereich.

Die Auswahl ist riesig

Die Auswahl bei den Zusatzversicherungen im Krankenversicherungsbereich ist riesig. Besonders beliebt sind die Zusätze für Krankenhausaufenthalte. Hier kann man sich Chefarztbehandlung sichern und die Unterbringung im Zwei- ja sogar Einbettzimmer, wenn man seine Ruhe zur Genesung braucht. Das Krankenhaus in dem man dann das Einbettzimmer genießt, kann man dank Zusatzversicherung auch völlig frei wählen. Es muss nicht mal in der gleichen Stadt sein. Nein, bundesweit darf man wählen aus dem reichen Fundus an erfolgreichen Ärzten und Kliniken. Diese Erste-Klasse-Behandlung hat natürlich ihren Preis.

Wenn der Chef kommt

Außerdem sind im Versicherungsvertrag oft kleine Stolpersteine eingebaut, die man schnell mal überliest. So kann es passieren, dass man z. B. im Wahlleistungstarif die freie Krankenhauswahl zwar hat, bei höheren Tagespflegesätzen der frei gewählten Klinik aber die Differenz zur „normalen“ Klinikversorgung selbst zahlen muss. Natürlich betrifft das nicht eine möglicherweise notwendige Operation, deren Kosten selbstverständlich voll erstattet werden. Grundsätzlich sollte sich jeder genau überlegen, welche Zusatzversicherung er tatsächlich braucht. Die Chefarztbetreuung z. B. klingt gut, bringt aber außer einem tollen Status oft nur wenig. Denn, braucht man den kurzen Blick aufs Krankenblatt vom Oberhäuptling wirklich? Wer wegen einer Routineangelegenheit das Klinikbett hüten muss, ist bei den angestellten Fachärzten fast immer gut aufgehoben. Kommen die nicht weiter, wenden sie sich ohnehin mit mehr oder weniger Vertrauen an den Chef.


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