Abschluss Versicherung – falsche Angaben im Antrag

Wer falsche Angaben im Antrag bei Abschluss einer Versicherung macht, der riskiert seinen Versicherungsschutz.

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Bei dem Abschluss einer Versicherung ist Ehrlichkeit wichtig und auch entscheidend ob der Versicherte bei Eintritt der versicherten Gefahr Leistungen von der Versicherungsgesellschaft bekommt. Falsche Angaben im Antrag kommen oft vor bei der Beantwortung von Gesundheitsfragen und auch bei Fragen zu Schäden und Vorversicherungen. In vielen Fällen gehen die Versicherer bei Falschangaben von Vorsatz aus und verweigern die Leistung, das hat meist auch vor Gericht Bestand.

Falsche Angaben Gesundheitsfragen

Die Gesundheitsfragen müssen immer ehrlich beantwortet werden, besonders wichtig sind diese bei der privaten Krankenversicherung, Risikolebensversicherung und bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Fragen beziehen sich je nach Versicherungsgesellschaft auf die zurückliegenden fünf oder zehn Jahre. Bei den Gesundheitsfragen sollte man nach dem Prinzip gehen, lieber zu viel als zu wenig in den Antrag zu schreiben. Wenn man etwas nicht mehr genau weiß, dann das im Antrag vermerken mit dem Hinweis, dass die Versicherung bei dem behandelnden Arzt nachfragen soll. Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung hat ein Kunde im Antrag die Frage nach Vorerkrankungen verneint. Als er Leistungen wollte kam heraus, dass er kurz vor Abschluss der BU insgesamt 15 mal beim Arzt beim Arzt in Behandlung war. Die Versicherung verweigerte die Leistung, als das alles vor Gericht verhandelt wurde (Az. 21 O 50/11) hat auch das Gericht zugunsten der Versicherung entschieden.

Falsche Angaben Vorversicherung

Fast in jedem Antrag wird nach einer Vorversicherung und nach Schäden gefragt, die in letzter Zeit über eine Versicherung abgewickelt wurden. Diese Frage im Antrag muss auch immer wahrheitsgemäß beantwortet werden, auch auf die Gefahr hin keinen Versicherungsschutz zu bekommen. Versicherer haben in vielen Fällen die Möglichkeit nachzuprüfen ob die Angaben über eine Vorversicherung richtig oder falsch waren. Das wird natürlich nur im Schadensfall gemacht, so kann es schon mal vorkommen, dass jahrelang eine Versicherung bezahlt wird aber im Schadensfall verweigert die Versicherung die Zahlung des Schadens. Es ist besser alles richtig anzugeben, wird man abgelehnt versucht man es bei einer anderen Versicherungsgesellschaft. In einigen Fällen, wenn man von einer Versicherung gekündigt wurde, ist der Versicherungsschutz mit der Vereinbarung einer Selbstbeteiligung möglich. Dazu einfach nachfragen aber immer den Schaden und die Vorversicherung angeben.

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