Abgeltungssteuer sparen – Kind Geld schenken

Dem Kind Geld schenken kann unter Umständen Geld wegen der Abgeltungssteuer sparen, da auch Kinder einen Grundfreibetrag haben und auch den Sparerpauschbetrag nutzen können. Doch gibt es über die eventuelle Krankenversicherungspflicht bis hin zur Rückübertragung einige Regeln die dringend beachtet werden müssen.

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Viele wissen nicht dass auch Kinder einen Grundfreibetrag von 7664,– Euro haben und auch den Sparerpauschbetrag ( Sparerfreibetrag ) können Kinder in Anspruch nehmen.

Finanzamt prüft die Übertragung

Zusammen mit dem Sparerpauschbetrag von 801,– Euro können Kinder so zusammen 8465,– Euro im Jahr zum Beispiel über Kapitalerträge Einnahmen haben ohne das ein Finanzamt davon was bekommt, doch es muss dabei einiges bedacht werden. Gerade durch die Einführung der Abgeltungssteuer ab 2009, die von den Kapitalerträgen insgesamt mit Soli Zuschlag und Kirchensteuer fast 28 Prozent auffrisst, könnte so mit dem Übertrag von Geld auf Kinder einiges eingespart werden, doch das Finanzamt prüft auch ob der Übertrag an Kinder auch den Vorschriften entspricht.


Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen

Für Kinder sollte bei dem Finanzamt eine so bezeichnete Nichtveranlagungsbescheinigung beantrag werden um eine Steuerfreiheit zu gewährleisten. Diese Nichtveranlagungsbescheinigung bei der Bank vorlegen damit innerhalb der Grenzen nichts an das Finanzamt überwiesen wird. Mit einer Beantragung einer Nichtveranlagungsbescheinigung für das Kind weiß das Finanzamt auch, dass dies nicht immer uneigennützig gemacht wird und dementsprechend wird auch mal genauer geprüft um einen Missbrauch dieser Dinge zu vermeiden. Wenn Eltern sich dazu entschließen dem Kind Geld zu schenken, sollte dies auf keinen Fall Kapital sein, das eventuell später von den Eltern gebraucht wird.

Schenkung sollte nicht wieder zurück übertragen werden

Zu beachten ist, dass solche Vermögenswerte, wenn sie auf Kinder übertragen werden eine Schenkung ist und damit ist auch das Kind der wirtschaftliche Eigentümer. Das Geld kann dann nicht einfach von den Eltern wieder zurück übertragen werden aus welchen Gründen auch immer. Ansonsten geht das Finanzamt von einem Scheingeschenk aus und es werden dann auch in der Regel alle Kapitalerträge nachträglich den Eltern zugerechnet.

Schenkungsvertrag kann Vorteile haben

Um das Geld seinem Kind zu schenken ist zwar kein schriftlicher Vertrag notwendig, doch es ist immer besser auch gegenüber dem Finanzamt einen schriftlichen Schenkungsvertrag vorzuzeigen, den es in der Regel in der Bankfiliale gibt. Der Gang zum Notar für einen notariellen Vertrag ist nicht zwingend notwendig, allerdings wollen Eltern manchmal auch sicherstellen, dass das Kind beispielsweise bei einem Drogenproblem, nicht das ganze Geld für Drogen ausgeben kann und dann sollte doch lieber ein Experte zu Rat gezogen werden um keine Fehler zu machen.

Auf Grenze für Krankenversicherung achten

Was auch oft noch von Eltern vergessen wird, ist die Tatsache das Kinder, wenn sie über eigene Einnahmen verfügen, ab einem gewissen Einkommen nicht mehr von der beitragsfreien Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung profitieren. Ab einem monatlichen Einkommen von derzeit 355,– Euro müssen Kinder extra versichert werden was dann im Monat aum die 100 Euro kostet. Wie man lesen kann, warten auch einige Fallstricke, deshalb sollten sich Menschen auch nicht scheuen einen Profi aufzusuchen, um Fehler zu vermeiden.

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