Abgeltungssteuer 2009 bei der Anlage in Zertifikate

Bis zur Einführung der Abgeltungssteuer im Januar 2009 ist noch einige Zeit, doch schon heute suchen Anleger nach Alternativen. Bisher waren Zertifikate eine gute Alternative, was nun aber bald geändert werden könnte, da eine Sonderregelung für diese Anlageart im Gespräch ist.

Bei den bisherigen Plänen der Regierung zur Abgeltungssteuer 2009 müssen Aktien, Fonds oder Anleihen versteuert werden, bei der Anlage in Zertifikate fließen die jährlichen Ausschüttungen erst einmal abgabefrei in den Kurs.
Wenn das Zertifikat bis Ende 2008 bereits im Depot ist, sollten alle auflaufenden Gewinne incl. der Dividenden dauerhaft steuerfrei bleiben.
Ein Empfehlungsschreiben des Bundesrates will nun diesen Vorteil für Zertifikate kippen.
Für Zertifikate soll es eine Sonderregel zum Übergang auf die Abgeltungssteuer geben, indem diese von dem Bestandsschutz ausgenommen werden.
Der Bestandsschutz gilt für Wertpapiere, die vor dem 1. Januar 2009 erworben werden. Liegen Wertpapiere länger als 1 Jahr im Depot fallen diese nicht unter die Abgeltungssteuer.
Wenn dies so umgesetzt wird, können selbst Zertifikate die vor 2009 gekauft wurden, nur bis zum 30.06.2009 steuerfrei verkauft werden.
Nach diesem Datum würde dann das Zertifikat so behandelt, als wäre es erst im Jahr 2009 gekauft worden und damit wird bei Gewinnen dann auch die Abgeltungssteuer von 25 Prozent fällig.
Damit soll wohl umgangen werden, dass die Branche bis dahin neue Produkte auf den Markt bringt, die den Steuervorteil so lang wie möglich behalten kann.
Sollte es in dem Zertifikate Bereich zu dieser Sonderregelung kommen, wäre es ein empfindlicher Schlag gegen die Branche und würde sicherlich zu einem vermehrten Verkauf der Zertifikate vor dem Stichtag führen.