Abfindungen nach Alter und Betriebszugehörigkeit

Werden Kündigungen in einem Betrieb ausgesprochen, so tritt häufig ein sogenannter Sozialplan in Kraft. Dieser darf festlegen, dass Abfindungen sich nach Alter und Betriebszugehörigkeit richten dürfen.

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Es ist rechtens, wenn Abfindungen bei Kündigungen nach Betriebszugehörigkeit und Alter gestaffelt werden, was durch ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2008 festgelegt wurde.

Keine Arbeitsdiskriminierung

So besteht nicht die Tatsache einer Arbeitsdiskriminierung, wenn der Sozialplan für Beschäftigt, die langjährig bei einer Firma tätig waren, mehr Abfindung vorsieht als für diejenigen Mitarbeiter, die erst kürzer bei der Firma angestellt sind. Allerdings gibt es eine Erlaubnis für Ausnahmeregelungen, die für die Mitarbeiter vorgesehen sind, die sich kurz vor dem Renteneinritt befinden. Denn diese müssen sich mit geringeren Ausgleichszahlungen begnügen.

Sozialplan genau anschauen

Die Regelungen des Sozialplans müssen genau betrachtet werden und wenn sich ein Mitarbeiter nachteilig behandelt fühlt, so steht ihm im ersten Schritt der Weg zum Betriebsrat und auch eine weitere Klärung durch das Arbeitsgericht offen.

Einzelsituation in der Altersstufe ist entscheidend

Vom Grundsatz her gilt also, dass die Staffelungen rechtmäßig sind, da Sozialleistungen sich nach den wirtschaftlichen Nachteilen richten sollen, die der Gekündigte zu erwarten hat. Daraus resultiert, dass Beschäftigte kurz vor der Rente weniger schlimm von einer Kündigung betroffen sind als andere. Gleiches gilt auch für jüngere Mitarbeiter, die auf dem Arbeitsmarkt noch recht gute Chancen haben, vermittelt zu werden und eine neue Anstellung zu finden.

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