Abdingung

Definition:  Abdingung: Vertrag zwischen Patient und Arzt

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Jeder Arzt muss sich heutzutage an die GOÄ, die Gebührenordnung für Ärzte halten. Diese wird von der Ärztekammer vorgeschrieben. Hieran orientieren sich die Preise, die ein Arzt mit seinem Patienten abrechnen kann. Entstehen höhere Kosten als in der GOÄ empfohlen, muss der Arzt mit dem Patienten eine Vereinbarung treffen, die dann Abdingung genannt wird.

Privat betroffen – gesetzlich auch
Vor allem die privat Versicherten kommen mit dieser Vertragsform in Berührung, da diese ja ohnehin in geldwerte Vorleistung gehen und somit alle Leistungen durch den Mediziner erstmal aus eigener Tasche zahlen müssen, bevor sie diese dann mit ihrer Versicherung abrechnen. Aber auch die gesetzlich Versicherten können in die Verlegenheit kommen, mit ihrem Arzt eine Abdingung zu vereinbaren. Nämlich immer dann, wenn der Patient Leistungen außerhalb des Leistungskatalogs der Kasse in Anspruch nimmt.


Keine freie Bahn

Dabei hat der Arzt aber keine freie Bahn. Er muss sich an die GOÄ halten. Berechnet er höhere Kosten, muss die GOÄ ihm zumindest als Grundlage dienen. Die Kosten müssen in einer Abdingung aufgeführt werden.Außerdem ist ein Beratungsgespräch vor der Unterzeichnung der Abdingung durch den Patienten zwingend. Wird der Patient durch den Arzt nicht detailliert aufgeklärt, ist die Vereinbarung nicht gültig.


GOÄ Ratgeber zur Abdingung


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