23. Gesetzesänderung vom BAföG

Ein Recht auf Bildung hat in unserem Land jeder. Damit aber nicht nur die finanziell gut gestellten Eltern ihre Kinder auf die Uni schicken können, gibt es bei uns BAföG. Dieses wurde jetzt per Gesetz zum 23. Mal geändert.

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Das Bundesausbildungsförderungsgesetz BAföG soll es allen jungen Menschen in unserem Land ermöglichen, zu lernen, sich zu bilden und ausbilden zu lassen. Umgangssprachlich ist mit dem Begriff BAföG die finanzielle Förderung eines ausbildungswilligen jungen oder auch älteren (bis 30, Ausnahme 35 Jahre) Erwachsenen gemeint. Und diese Förderung ist auch wichtig, denn nicht nur Kinder von finanziell gut oder besser gestellten dürfen die Chance auf eine gute Bildung haben.

Teure Bildung

Aber ein Studium etwa oder eine Meisterausbildung kosten Geld. Und das nicht zu knapp. Denn Studiengebühren, Materialkosten und ähnliches muss bezahlt werden. Und den Studierenden ist es meist nicht möglich, sich den Lebensunterhalt komplett selbst zu verdienen. Auch wenn viele das bezweifeln und Studenten als weltfremd belächeln. Neben dem Lernpensum ist es oft tatsächlich schwierig, auch noch mehr als „geringfügig beschäftigt“ zu arbeiten. Wer also nicht von Mami und Papi versorgt werden kann, sollte sich um eine finanzielle Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz bemühen und die notwendigen Formulare zum Antrag ausfüllen.

Die wichtigsten Neuerungen

BAföG wird dem bewilligt, der nachweisen kann, dass er das „angestrebte Ausbildungsziel erreichen wird“. Ansonsten ist die Bewilligung natürlich abhängig vom Einkommen der Eltern oder – im Falle einer Ehe – von dem des Gatten/der Gattin. Die Förderung ist eine Art Darlehen, die nach Ausbildungsende zurückgezahlt werden muss. Allerdings nur zu 50 Prozent und in kleinen Dosen. Um das BAföG zeitgemäß zu halten, gibt es regelmäßig Gesetzesänderungen. Die letzte war im Oktober 2010 mit folgenden Neuerungen:

· BAföG wird um zwei Prozent erhöht (Bedarfssätze).
· Steigerung der Freibeträge auf das Elterneinkommen um drei Prozent.
· Mietkosten werden in Zukunft pauschal bezuschusst, unabhängig von den tatsächlichen Mietkosten.
· Beim Masterstudium ist die Altersgrenze jetzt 35 Jahre, sonst 30.
· Beim Bachelor-Studiengang gelten Leistungspunkte in üblicher Zahl als Ausbildungsnachweis.
· Auch nach erstem Wechsel der Fachrichtung gibt es weiter „richtiges“ BAföG (bisher Bankdarlehen).
· Kindererziehung wird bei der Überschreitung der Altersgrenze berücksichtigt.
· Auslands-BAföG ist jetzt auch ohne Sprachkenntnis-Nachweis möglich.
· Leistungsstipendien werden nicht mehr eingerechnet (bis 300 Euro).
· Schüler-BAföG wird verbessert (z. B. in bestimmten Fällen höherer Bedarfssatz für eigene Wohnung).
· Teilerlass für schnelles Studium (teilweiser Rückzahlungserlass bei vorbildlichen Leistungen) fällt weg.

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