Pflegeleistungsergänzungsgesetz – Anspruch auf Leistungen

Hier eine kleine Übersicht wer Anspruch hat auf Leistungen aus dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz.

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Die Leistungen aus dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz sind eine tolle Sache, denn Menschen mit Einschränkungen erhalten auf Antrag und nach Prüfung durch den MDK bis zu 200,00 € monatlich zusätzlich um ihr Leben angenehmer zu gestalten. Zum Beispiel können Sie an Betreuungsangeboten teilnehmen, sich zusätzliche Pflegeleistungen einkaufen oder sich bei verschiedenen Alltagsdingen Hilfe organisieren, was sonst vielleicht nicht so möglich wäre.

Anspruch auf Geld

Aber wer genau hat denn jetzt Anspruch auf diese Gelder? Hierfür gibt es einen Katalog der Pflegekassen, eine Einstufung in eine Pflegestufe ist nicht notwendig. Voraussetzung sind natürlich erhebliche Einschränkungen in den Alltagskompetenzen. Für die Bewertung, ob die Einschränkung der Alltagskompetenz auf Dauer erheblich ist, sind folgende Schädigungen und Fähigkeitsstörungen maßgebend:

Sollten einer oder mehrere Punkte zutreffen, so setzen Sie sich mit ihrer Pflegekasse in Verbindung.

1. unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereichs (Weglauftendenz)
2. Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen
3. unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell gefährdenden Substanzen
4. tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation
5. im situativen Kontext inadäquates Verhalten
6. Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen
7. Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression oder Angststörung
8. Störungen der höheren Hirnfunktionen (Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben
9. Störung des Tag-Nacht-Rhythmus
10. Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren
11. Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in Alltagssituationen
12. ausgeprägt labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten
13. zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression.


Um das Betreuungsgeld zu bekommen gibt es zwei Einstufungen:

1.) Wenn die Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt ist und der Medizinischer Dienst der Krankenversicherung mindestens in 2 Punkten der oben genannten (davon mindestens ein Punkt in den Bereichen 1 bis 9) eine regelmäßig und dauerhafte Schädigung feststellt. Dann gibt es den Grundbetrag von maximal 100 Euro im Monat.

2.) Wenn die Alltagskompetenz in einem erhöhten Maße eingeschränkt ist, dazu muss der Medizinische Dienst der Krankenversicherung in mindestens zwei Bereichen, davon mindestens einmal mal aus den Bereichen 1 bis 9 und noch dazu mindestens noch einmal mal aus den Bereichen 1, 2, 3, 4, 5, 9 oder 11, eine dauerhafte Schädigung feststellen. Dann bekommt man bis zu 200 Euro im Monat.

MDK immer prüfen lassen

Der Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung sollte bei jedem Besuch, der im Zusammenhang mit der Einstufung einer Pflegestufe steht, automatisch auch die Voraussetzungen prüfen ob Leistungen nach dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz möglich sind. Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen hat eine Richtlinie und auch eine Umsetzungsempfehlungen erstellt. In dem Dokument sind auch Beispiele zu den Bereichen 1 bis 13 sehr gut erklärt.

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