Gesundheitsfonds – reichen den Krankenkassen die Beiträge?
Der Gesundheitsfonds startet in wenigen Tagen und schon streiten sich Krankenkassen und die Bundesgesundheitsministerin darüb ob die Beiträge den Kassen reichen werden.
In 2 Tagen beginnt der Gesundheitsfonds und während die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt stabile Beiträge für das Jahr 2009 erwartet, sehen die Krankenkassen ein ganz anderes Szenario.
Ab Beginn des Jahres 2009 beträgt der einheitliche Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung 15,5 Prozent. Dieser Beitrag setzt sich zusammen aus 14,6 Prozent, wo die Hälfte der Arbeitgeber bezahlt und 0,9 Prozent die der Versicherte alleine bezahlt. Selbstständige die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind bezahlen 14,9 Prozent. Bei diesem Beitragssatz ist kein Krankengeld dabei. Wer diese Absicherung möchte muss einen Wahltarif wählen und sich 3 Jahre an die Krankenkasse binden.
Die Bundesgesundheitsministerin hat im ZDF darauf hingewiesen dass für den Gesundheitsfonds Einnahmen von 167 Milliarden Euro zu erwarten sind und Frau Schmidt sieht dies als genügen Geld an um im Jahr 2009 den Versicherten eine gute Versorgung zukommen zu lassen.
Der zukünftige Chef des AOK Bundesverbandes Herbert Reichelt sieht dagegen den Beitragssatz von 15,5 Prozent als unzureichend. Momentan wird damit gerechnet dass der Beitragssatz von 15,5 Prozent nicht ausreicht. Gerade vor dem Hintergrund der Finanzkrise sehen einige eine Unterdeckung mit dem Gesundheitsfonds.
Im ZDF meinte Ulla Schmidt, das man heute noch gar nicht absehen ob der Beitrag für die GKV bei 15,5 Prozent bleiben kann, auf das Jahr 2010 bezogen und in bezug zur Finanzkrise.
Sollte die Wirtschaft im kommenden Jahr um rund 2 Prozent schrumpfen, könnte dies zu einem Verlust von etwa 440 Millionen Euro bei den Beitragseinnahmen führen. Die Bundesgesundheitsministerin machte auch deutlich dass Krankenkassen denen der Beitrag nicht ausreicht von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag verlangen müssen.
Frau Schmidt hat dabei auch auf das 2. Konjunkturpaket hingewiesen, bei dem auch über Steuerzuschüsse zum Gesundheitsfonds diskutiert wird. Dabei favorisiert sie den Zuschuss zu dem 0,9 Prozent Beitrag, den der Versicherte alleine bezahlen muss.