Private Krankenversicherung Empfehlung für oder gegen eine Selbstbeteiligung
Die Selbstbeteiligung ist in der privaten Krankenversicherung ein wichtiger Punkt aber eine Empfehlung an alle Neukunden eine Selbstbeteiligung einzubauen ist sicherlich falsch.
Wer sich damit beschäftigt eine private Krankenversicherung abzuschließen, steht dann auch vor der Entscheidung ob er die Versicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung abschließen sollte. Es gibt aber dazu keine allgemein gültige Antwort, denn was für den einen Sinn macht ist für den anderen nicht ratsam. Der Arbeitnehmer wird in der Regel sich für einen Tarif ohne Selbstbeteiligung entscheiden, denn während beim Beitrag für die private Krankenversicherung sich der Arbeitgeber bis zu einem bestimmten Betrag zur Hälfte beteiligt, muss der Arbeitnehmer die Selbstbeteiligung alleine tragen.
Manche Verkäufer verweisen im Verkaufsgespräch darauf, dass die Selbstbeteiligung als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abgesetzt werden kann. Aber diese Kosten sind nur dann absetzbar wenn die so bezeichnete Grenze der zumutbaren Belastbarkeit überschritten ist. Und erst wenn diese Summe überschritten wird, wirkt sich eine gezahlte Selbstbeteiligung steuerlich aus
Der Selbstständige wird in der Regel einen Tarif mit Selbstbeteiligung wählen, da er dabei meist Geld sparen kann. Dies ist bei der Selbstbeteiligung eine recht einfache Rechnung, denn ist die Selbstbeteiligung zum Beispiel 1200 Euro im Jahr bei einem Beitrag von 200 Euro im Monat, sind das 100 Euro im Monat, die ich zu meinem Beitrag hinzurechnen muss also schlimmstenfalls bezahle ich 300 Euro monatlich im Schnitt. Meist ist der Beitrag ohne Selbstbeteiligung höher als diese 300,– Euro in diesem fiktiven Beispiel.