Wildunfall – Teilkaskoversicherung was ist zu tun

Wenn der Herbst da ist, treten auch vermehrt wieder mehr Wildunfälle auf, die in der Regel über die Teilkaskoversicherung versichert sind aber es gibt auch Ausnahmen.

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Ob es am frühen Morgen ist oder in der Dämmerung viele Autofahrer kennen die Situation dass am Wegesrand oder gar auf der Straße schon das Wild steht. Grundsätzlich sind in der Teilkaskoversicherung Schäden durch Wildunfall gedeckt. Dabei gilt der Versicherungsschutz für Haarwild (z.Bsp. Rehe, Hasen, Wildschweine, Rehe und Hirsche).

Ohne Zusammenstoß wird es schwer

Schwierig wird es wenn durch ein Ausweichmanöver ein Schaden am Auto entsteht ohne dass es ein Zusammenstoß mit dem Haarwild gibt, denn dann zahlt die Teilkaskoversicherung nicht immer sondern nur wenn auch ein Zusammenstoß mit dem Wild zu einer etwa gleich großen Beschädigung des Autos geführt hätte. Bei kleineren Tieren wird dieser Nachweis recht schwierig.

Urteil Landgericht

Dazu gibt es auch ein aktuelles Urteil des Landgerichts Dresden ( Az. 15-S-0188/98 ) wo einem Autofahrer 2620 Euro zugesprochen wurden, weil dieser bei einem Ausweichmanöver, um den Zusammenstoß mit einem Haarwild zu vermeiden, sein Auto beschädigte. Die Versicherung wird erst dann von der Pflicht zum zahlen befreit wenn der Autofahrer grob fahrlässig ausweicht, was dann anzunehmen ist wenn der Fahrer für Hasen oder ähnlichen Kleintiere bremst und ausweicht und dabei einen Schaden an seinem Auto verursacht.

Auf was man achten sollte

Aber auch abseits der Versicherung sollte auf einiges geachtet werden. Viele schalten dann das Fernlicht ein, was aber unbedingt vermieden werden sollte, denn gerade das Fernlicht veranlasst das Wild nicht zum wegrennen, sondern eher zum stehen bleiben. Experten raten bevor es zu einem hektischen Ausweichmanöver kommt dass man besser den Zusammenstoß mit dem Wild in Kauf nimmt, was natürlich einfacher geschrieben als getan ist aber versuchen sollte man es.

Polizei melden

Ist es zu einem Unfall mit dem Wild gekommen muss die Polizei verständigt werden, die dann wiederum den Förster informiert. Ist das Tier verletzt und nach dem Unfall geflüchtet sollte eine Wildbescheinigung mit der Polizei ausgefüllt werden, die ist wichtig für die Versicherung. Sollte das Tier verletzt oder tot sein, sollte es auf keinen Fall, wegen einer vermeintlichen, Tollwut angefasst werden.

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