Nach Verkehrsunfall Alkohol trinken

Gegen einen Baum gefahren, Totalschaden und nach dem Unfall Wodka getrunken ist eine Kurzbeschreibung eines Falles der vor dem OLG Karlsruhe verhandelt wurde.

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Ein interessanter Fall mit Alkohol und einer Versicherung die nicht zahlen wollte hat sich in der Nacht vom 18.08. auf den 19.08.2006 ereignet. Der Sohn der Klägerin hat bei seiner ehemaligen Fußballmannschaft ein Fest besucht, danach noch eine Kneipe und bis morgens war er dann noch in einem Musikpark. Dabei hat er auch alkoholische Getränke zu sich genommen aber die Menge war strittig.

Auto erlitt Totalschaden

Morgens kurz vor 8 Uhr fuhr der Sohn der Klägerin mit dem Auto seiner Mutter auf einer Straße als er plötzlich an einer engen Fahrbahneinmündung von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Das Auto der Mutter erlitt dabei einen Totalschaden. Erst gegen 11 Uhr morgens hat sich der Sohn der Klägerin bei der Polizei gemeldet und eine Blutprobe ergab eine Blutalkoholkonzentration von 0,66 Promille, die Blutprobe etwa eine halbe Stunde später ergab noch 0,57 Promille. Allerdings behauptete der Sohn der Klägerin nach dem Unfall einige Schlucke aus einer Wodka Flasche zu sich genommen zu haben.

Nicht von der Unfallstelle entfernen

Die Versicherung wollte daraufhin den Schaden der Mutter nicht ersetzen, da sich der Sohn der Klägerin zum einen nicht von der Unfallstelle entfernen dürfe und dann noch erst am späten Vormittag die Polizei aufgesucht hätte. Außerdem habe der Konsum von Wodka nur dazu gedient den wahren Alkoholgehalt zum Zeitpunkt des Unfalls zu verschleiern, was einer Verletzung der Aufklärungsobliegenheit gleichkommt. Das OLG Karlsruhe sah es gänzlich anders mit dem Urteil vom 05.06.2008 Az. 12 U 13/08. Der Unfall an der engen Einmündung spreche nicht für einen typischen durch Alkohol verursachten Unfall und durch den Nachtrunk von Wodka sei die genaue Rückrechnung des Alkoholspiegels zum Unfallzeitpunkt nicht möglich und zudem hat der Autofahrer seine Obliegenheit nicht verletzt, weil der Unfallort verlassen hat, denn außer dem Baum ist niemand zu Schaden gekommen.

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