Schadensmeldung an die Versicherung falsche Angaben

Nicht immer führen falsche Angaben in der Schadensmeldung dazu dass eine Versicherung von der Entschädigungspflicht befreit ist.

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Dass sich eine Versicherung um die Zahlung eines Schadens drückt sofern sie einen berechtigten Grund hat, sollte jedem klar sein. Es ist deshalb mehr als wichtig die Schadensmeldung vollkommen richtig auszufüllen um jeglichen Ärger zu vermeiden.

OLG Brandenburg

Allerdings kann die Versicherung nicht willkürlich eine Zahlung des Schadens verweigern, wenn zum Beispiel widersprüchliche Angaben in einer Schadensmeldung auftauchen. Das Oberlandesgericht in Brandenburg hat in solch einem Fall Az. 4 U 171/06 entschieden dass die Versicherung in einem Fall wo widersprüchliche Angaben in der Schadensmeldung auftauchen die Pflicht nachzufragen. Wenn die Versicherung dies nicht tut muss sie bezahlen.

Schadensmeldung Diebstahl Auto

In dem Fall ging es um eine Schadensmeldung nach einem Diebstahl des Autos in der die Klägerin die Laufleistung des Fahrzeugs mit etwa 45.000 Kilometer angegeben hat. Die tatsächliche Laufleistung lag allerdings bei etwa 54.000 Kilometer. Dieser Widerspruch ergab sich durch eine beiliegende Reparaturrechnung aber die Versicherung fragte nicht nach sondern verweigerte wegen der Falschangabe die Zahlung der Entschädigung. Das Oberlandesgericht Brandenburg folgte allerdings nicht der Meinung des Versicherers sondern sieht in dem Fall keine bewusste Falschangabe des Versicherungsnehmers.

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