Versicherungsvermittler sollen Kunden ans Finanzamt melden

Es ist geplant das Versicherungsvermittler Kunden ausspionieren sollen und an das Finanzamt melden, wenn diese bei ausländischen Versicherern die keinen Sitz in Deutschland haben LV Verträge haben.

Es ist wohl in Planung das der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück Versicherungsvermittler in seinen Kampf gegen steuergünstige Versicherungsmäntel mit einzubeziehen.

Wie im markt-intern zu lesen ist, sollen Versicherungsvermittler künftig umfangreiche personenbezogene Daten ihrer Kundschaft an das Bundeszentralamt für Steuern melden, sofern diese Verträge eines ausländischen Versicherers ohne eigenen Sitz in Deutschland abgeschlossen haben.

Demnach wären auch Verträge bekannter Versicherungen betroffen, wie beispielsweise Clerical Medical, Prisma Life oder Friends Provident. Für den Fiskus ist dabei interessant wie der VN heißt, sein Geburtsdatum sowie die Anschrift und die Steueridentifikationsnummer. Zusätzlich dazu muss der Versicherungsvermittler noch angeben um was für einen Versicherungsvertrag es sich handelt, ob er fondsgebunden, konventionell oder es sich um einen vermögensverwaltenden Versicherungsvertrag handelt.

All dies soll für Verträge gelten die nach dem 31.12.2008 abgeschlossen werden.

Durch die bevorzugte Regelung von Lebensversicherungen im Gegensatz zu den sonstigen Anlagen die von der Abgeltungssteuer betroffen sind, sind diese so bezeichneten Lebensversicherungsmäntel im Gespräch. Einfach erklärt werden im Ausland um eine Anlage eine Lebensversicherung gelegt, die nach einer Laufzeit von 12 Jahren und wenn sie nicht vor dem 60. Lebensjahr ausbezahlt wird nur die 50 Prozent des Ertrags versteuern muss.

Allerdings darf bezweifelt werden ob sich Versicherungsmakler so für den Fiskus einspannen lassen, denn so macht man sich doch zum Verräter und macht das erst mal die Runde lässt dich sicher keiner mehr in die Ordner schauen.