Sonderkündigungsrecht Gesundheitsfonds Studie

Eine Studie zeigt auf dass sich das Wechselrisiko in der gesetzlichen Krankenversicherung um ein Vielfaches erhöht sobald ein Zusatzbeitrag erhoben wird.

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Wenn die gesetzlichen Krankenkassen die Studie des Marktforschungsinstitut Psychonomics AG sich zu Gemüte führen, werden diese sehr genau überlegen ob sie einen Zusatzbeitrag verlangen werden. Bei der Studie sind 1000 Teilnehmer zwischen 16 und 65 Jahren befragt worden, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Dabei wurde festgestellt dass Mitglieder viel schneller bereit sind die Krankenkasse zu wechseln wenn ein Zusatzbeitrag verlangt wird.

Wechselbereitschaft normal 4 bis 6 Prozent

Die normale Wechselbereitschaft liegt dabei bei 4 bis 6 Prozent, allerdings steigt diese Prozentzahl um ein Vielfaches an sobald ein Zusatzbeitrag verlangt wird. Die Krankenkassen können einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern verlangen, wenn sie nicht mit dem Geld auskommen, das der Gesundheitsfonds ab 2009 überweist. Ab diesem Zeitpunkt bezahlen alle einen einheitlichen Beitrag in die gesetzliche Krankenversicherung.

Wechselrisiko verdreifacht sich

Die Studie zeigt auf dass bei einem Zusatzbeitrag von 8 Euro das Wechselrisiko sich verdreifacht. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen einen Monat vor Jahresende einen Zusatzbeitrag ankündigen, wobei die gesetzlich Versicherten bis zum Inkrafttreten des Zusatzbeitrags ein Sonderkündigungsrecht haben. Man darf gespannt sein wann und ob überhaupt sich eine Krankenkasse traut einen Zusatzbeitrag zu verlangen.

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