Gesundheitsreform belastet freiwillig Versicherte

Durch die Gesundheitsreform werden die Beiträge für freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung steigen und will man Krankentagegeld ist dies wohl verbunden mit einer Verpflichtung von 3 Jahren.

Anzeige / Inserat

Mit der Gesundheitsreform werden auch die Beiträge für freiwillig Versicherte erheblich steigen. Bisher bezahlten freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung einen Beitrag der je nach Gesellschaft unterschiedlich war, dabei konnten die freiwillig Versicherten wählen zwischen einem Beitragssatz der ermäßigt oder erhöht war.

Nachfolgend ein Beispiel für einen freiwillig Versicherten mit einem Einkommen von 3.000 Euro im Jahr 2008:

1.)
Bei einem ermäßigten Beitragssatz, also ohne einen Anspruch auf Krankentagegeld, muss man bei einer willkürlich ausgesuchten gesetzlichen Krankenversicherung 13,9 Prozent (13 Prozent + 0,9 Prozent Zwangsbeitrag) bezahlen, dies bedeutet 417,– Euro im Monat.

2.)
Bei einem erhöhten Beitragssatz, also mit Anspruch auf Krankentagegeld ab dem 15. Tag, muss man dann 18,9 Prozent (18 Prozent + 0,9 Zwangsbeitrag) bezahlen, dies bedeutet 567,– Euro monatlich. Bei Anspruch auf Krankentagegeld ab dem 43. Tag bezahlt man 15,2 Prozent (14,3 Prozent + 0,9 Zwangsbeitrag), also 456,– Euro monatlich.

Einheitsbeitrag auch für freiwillig Versicherte

Mit der Gesundheitsreform zahlt der freiwillig Versicherte den Einheitsbeitrag, der von der Bundesregierung im November. festgelegt wird. Experten gehen dabei von einem Beitragssatz aus der bei 15,5 bis 15,8 liegen wird. Damit verliert ein Selbstständiger der freiwillig Versichert ist ab 2009 automatisch seinen Anspruch auf Krankentagegeld. Will der Selbstständige und freiwillig Versicherte weiterhin einen Anspruch auf Krankentagegeld haben muss dies in einem Zusatztarif abgeschlossen werden. Leider ist noch nicht bekannt was dieser Zusatztarif kosten wird aber man scheint sich dann auch 3 Jahre binden müssen, will man diesen Tarif abschließen. Wer freiwillig Versichert ist und noch gesund sollte deshalb auch die Möglichkeit in die PKV zu wechseln, in Betracht ziehen. Dabei sollte aber unbedingt an die persönliche Situation gedacht werden. Muss der freiwillig Versicherte jetzt oder in Zukunft Frau und Kinder mitversichern bleibt die GKV erste Wahl wegen der kostenlosen Mitversicherung.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...