Nutzungsausfall wenn Unfall vor Gericht kommt

Wird ein Unfallhergang vor Gericht erst geklärt muss der Versicherer auch über einen längeren Zeitraum Nutzungsausfall bezahlen.

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In der Regel ist es so dass nach einem unverschuldeten Unfall der Geschädigte während der Zeit der Reparatur seines Wagens Anspruch auf einen Leihwagen hat, was auch Nutzungsausfallentschädigung genannt wird.

OLG Düsseldorf

Dabei gibt es oftmals Streit wenn der Leihwagen ein wenig größer ausfällt als der beschädigte Wagen und auch die Zeit in der man den Leihwagen nutzen kann ist oft umstritten, umso interessanter ist das Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf Az. I-1 U 212/07. In diesem Fall war das Auto der Klägerin von einem zurückrollenden Lkw beschädigt worden. Allerdings behauptete der LKW Fahrer dass die Klägerin auf seinen LKW aufgefahren ist und Unfallzeugen gab es nicht.

Nutzungsausfall

Daraufhin verlangte die Klägerin den Unfallhergang gerichtlich klären zu lassen, was sie nach Ansicht des Gerichtes auch durfte, da sie nicht davon ausgehen konnte nach der Aussage des LKW Fahrers von der gegnerischen Versicherung den Schaden ersetzt zu bekommen. Auch wenn die richterliche Überprüfung extrem lange gedauert hat und sich auch dadurch die Dauer der Reparatur verzögerte muss die Versicherungsgesellschaft für den Nutzungsausfall in dieser Zeit bezahlen. So musste die gegnerische Versicherung während der gesamten Dauer wo der Frau ihr Fahrzeug nicht zur Verfügung stand, Nutzungsausfall bezahlen und dies immerhin für 98 Tage.

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