Daten von chronisch kranken Menschen weitergegeben DAK

Daten von chronisch kranken Menschen der DAK an eine Privatfirma weitergegeben, so lautet der Vorwurf des Bundesdatenschutzbeauftragten.

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Momentan ist alles was mit persönlichen Daten zu tun hat sehr sensibel zu betrachten und wenn der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar das Gesundheitsprogramm der DAK für chronisch Kranke kritisiert, erregt das natürlich aufsehen. Etwa 200.000 Datensätze mit vertraulichen Gesundheitsinformationen wurden an die Privatfirma Healthways übertragen, wie Herr Peter Schaar am Montag in einer ARD Sendung (Report Mainz) bemängelte. Allerdings hat die DAK den Vorwurf der nicht genehmigten Weitergabe dieser Daten zurückgewiesen.

Kontakt zu chronisch kranken Patienten wird gesucht

Im Auftrag der DAK kontaktiert die Firma Healthways die chronisch kranken Patienten über einen Call Center. Die Patienten werden am Telefon zu einer besseren Lebensführung beraten, allerdings nicht von Ärzten sondern von Pflegern und Krankenschwestern. Damit will die DAK langfristig Einweisungen in Kliniken vermeiden und dadurch auch Kosten sparen. Bei der ARD bestätigt die DAK dass sie keine datenschutzrechtlichen Probleme in ihrer Vorgehensweise sieht und nennt es Datenverarbeitung im Auftrag. Der Bundesdatenschutzbeauftragte widerspricht dieser Argumentation und sieht es mehr als eine Beeinflussung des Verhaltens von Versicherten und die damit verbundene Übermittlung persönlicher Daten.


Kassenmitglieder haben zugestimmt

Laut der DAK haben allerdings die Kassenmitglieder ihre Teilnahme schriftlich bestätigt und damit auch der Nutzung zu dieser Programmumsetzung zugestimmt, wobei der Geschäftsführer der Privatfirma Healthways Herr Michael Klein in der ARD Sendung definitiv sagt dass seine Firma die Daten schon vorher bekommen habe, also bevor die Versicherten eingewilligt haben. Auch das Bundesversicherungsamt prüft zur Zeit noch ob für diese Maßnahmen überhaupt ein privates Unternehmen eingeschaltet werden kann. Sind diese doch hoch persönlichen Daten wirklich ohne Einwilligung der Patienten schon bei dieser Privatfirma gewesen, ist es von der DAK eigentlich ein Skandal aber so lange die Behauptungen des Geschäftsführers nicht bestätigt werden sollte man abwarten.

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