Haftung Versicherungsmakler PKV

Das ein Versicherungsmakler grundsätzliches bei der Beratung wissen sollte wegen seiner Haftung hat das OLG Frankfurt mit dem Urteil Az. 12 U 214/06 deutlich gemacht.

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Das OLG Frankfurt hat in einem Urteil (Az. 12 U 214/06) gegen einen Versicherungsmakler entschieden, der für jede unvollständige oder falsche Information gegenüber dem Kunden hafte wenn es zu einem finanziellen Schaden des Kunden führe. Ein Versicherungsmakler hat dem Kläger, der seine private Krankenversicherung wechseln wollte und um Rat gebeten hat, erklärt dass dieser seine Altersrückstellungen ohne weiteres mitnehmen kann. Die Altersrückstellungen werden in der privaten Krankenversicherung gebildet und nach derzeitiger Rechtslage können Altersrückstellungen bei einem Wechsel nicht mitgenommen werden und gehen demnach verloren.

Ab 2009 Änderung

Die Rechtslage ändert sich ab dem Jahr 2009, denn ab da haben erstmals in der PKV Versicherte das Recht die Altersrückstellungen zum Teil mitzunehmen. Auch Bestandskunden können ab 2009 für 6 Monate einen Teil der Altersrückstellungen bei einem Wechsel der Krankenversicherung mitnehmen. Allerdings müssen diese dann für 18 Monate im Basistarif der neuen Gesellschaft bleiben bevor sie in einen Tarif mit verbesserten Leistungen wechseln können.


PKV Wechsel

Klar ist dass der Versicherungsmakler verurteilt wurde, weil ihm bekannt sein müsste dass eine Übertragbarkeit der Altersrückstellungen nach geltendem Recht nicht möglich ist. Außerdem hätte dem Versicherungsmakler klar sein müssen, dass dieser Punkt ein wesentliches Kriterium für die Entscheidung war die PKV zu wechseln. Eigentlich ist aber so ein Beratungsfehler nicht nachvollziehbar, denn dass man bisher Altersrückstellungen nicht mitnehmen konnte muss jeder der sich Makler schimpft wissen und welche Auswirkungen es haben kann wenn man hier falsch berät sollte auch klar sein.


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