Anwalt Erfolgshonorar bei Gewinn des Prozesses

Der Anwalt zu teuer und die Gerichtskosten zu hoch haben viele davon abgehalten zu prozessieren aber nun dürfen mit einem Anwalt Erfolgshonorare vereinbart werden.

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Es ist nun möglich mit einem Anwalt zu vereinbaren, dass dieser beispielsweise nur dann ein Erfolgshonorar bekommt, wenn der Prozess gewonnen wurde. Hat man einen Rechtsstreit wo es unsicher ist ob man gewinnt oder verliert, auch wenn jemand nur risikoscheu ist macht ein Erfolgshonorar Sinn.


Anwältin ging bis vors Bundesverfassungsgericht

Geschafft hat dies nicht zuletzt eine Anwältin aus Dresden die vor langer Zeit mit einer Amerikanerin ein Erfolgshonorar vereinbart hatte. Als die Anwältin den Prozess gewonnen hatte bekam ihre Mandantin 300.000 DM und da sie im Erfolgsfall ein drittel mit der Kundin vereinbart hatte bekam die Anwältin ein Erfolgshonorar von 100.000 DM. Zu dieser Zeit war ein Erfolgshonorar noch verboten und als die Sache heraus kam wurde die Anwältin zu 25.000 Euro Geldbuße verurteilt. Sie wehrte sich dagegen bis vor das Bundesverfassungsgericht.

Erlaubnis für Erfolgshonorare für Anwälte

Das Bundesverfassungsgericht mein dass Erfolgshonorare zumindest teilweise erlaubt sein müssen und der Gesetzgeber muss das Verbot für Erfolgshonorare mit vernünftigen Ausnahmen versehen oder das Verbot ganz aufheben. Ein Erfolgshonorar kann mit dem Anwalt ganz individuell ausgestaltet werden. Eine Beteiligung wie im oben genannten Beispiel ist möglich aber auch dass ein geringes Honorar vereinbart wird und im Erfolgsfall der Anwalt mehr bekommt. Die Erlaubnis für Erfolgshonorare für Anwälte ist eine feine Geschichte aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass die Kosten des Prozessgegners und auch die Gerichtskosten im Falle einer Niederlage auf alle Fälle bezahlt werden müssen. Dafür gibt es zwar auch Prozessfinanzierer, die aber die Kostenrisiken nur übernehmen wenn der Rechtsstreit aussichtsreich erscheint.

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