Sozialversicherungen tiefrote Zahlen

Bei der gesetzlichen Sozialversicherung hat sich im ersten Quartal 2008 das Defizit gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Viel größere Verluste als im Vorjahr haben die gesetzlichen Sozialversicherungen eingefahren, zumindest was das erste Quartal 2008 betrifft war das Defizit bei 3,7 Milliarden Euro und damit um rund 10 Prozent höher als im Vorjahr.

Unter die gesetzliche Sozialversicherungen fallen die Bundesagentur für Arbeit, gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung, Unfall- und Rentenversicherung sowie die Alterssicherung für Landwirte.

Die Ausgaben in der gesetzlichen Sozialversicherung sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent gestiegen während die Einnahmen nur um 1,4 Prozent gestiegen sind.

Etwa 50 Prozent von den Einnahmen und Ausgaben kommt von der gesetzlichen Rentenversicherung und dort hat sich auch das Defizit von 2,1 Milliarden Euro auf 1,3 Milliarden Euro gegenüber dem Quartal des Vorjahres verändert.

Dagegen hat die gesetzliche Krankenversicherung ihr Defizit von 0,8 Milliarden Euro auf 1,1 Milliarden Euro.

Die Bundesagentur für Arbeit hat im ersten Quartal 2008 weniger Einnahmen und Ausgaben als im Vorjahr. Die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit lagen um 13,2 Prozent bei 8,7 Milliarden Euro unter dem Wert des Vorjahres. Die Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit sind um 5,4 Prozent gesunken auf 9,7 Milliarden Euro.

Dadurch hat sich das Defizit bei der Bundesagentur für Arbeit von 0,3 auf 1,0 Milliarden Euro erhöht, wobei zu berücksichtigen ist dass der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung ab dem 1. Januar von 4,2 auf 3,3 Prozent gesenkt wurde.