Schadensfall Versicherung im Ausland

Bei den meisten Versicherungen ist eine unverzügliche Meldung im Schadensfall ratsam um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, dies gilt auch im Ausland.

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Um die Entschädigung von der Versicherung im Schadensfall nicht zu gefährden, muss man den Schadensfall unverzüglich melden. Und dies gilt dann natürlich auch wenn der Schadensfall sich im Ausland ereignet.

Urlaub in Venezuela

In einem Versicherungsfall machte ein Ehepaar Urlaub in Venezuela und ist dort beraubt wurden. Als sich das Ehepaar daraufhin an die örtliche Polizeistation gewendet hat wurden sie dort mit ihrem Anliegen weitergeschickt um eine Anzeige zu erstatten. Das Ehepaar ist danach mit der deutschen Botschaft in Venezuela über Telefon und Fax in Kontakt getreten, um der Botschaft auch den Verlust ihrer Reisedokumente (Pässe) zu melden. Zwei Monate später hat das Ehepaar den Vorfall ihrer Versicherung gemeldet, die aber die Zahlung verweigerte, weil der Schaden nicht unverzüglich von dem Ehepaar gemeldet wurde, wie es auch im Versicherungsvertrag verlangt wird. Da das Ehepaar in Venezuela telefoniert und Faxe verschickt hat, wäre es auch möglich gewesen die Versicherung zu informieren.


Sorgfaltspflicht verletzt

Dadurch hat das Ehepaar die Sorgfaltspflicht verletzt und keinen Anspruch auf Bezahlung des Schadens. Bei einer unverzüglichen Meldung des Schadens hätte die Versicherung die Chance gehabt vor Ort Ermittlungen anzustellen und auch eventuell Täter und Zeugen ermitteln können. Ebenso sind Aufzeichnungen aus Überwachungskameras 2 Monate nach dem Überfall nicht mehr verfügbar, wie das Amtsgericht München argumentierte. Das Urteil Az. 222 C 35329/06 ist rechtskräftig.

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