Kosten Versicherungsvertrag Provision

Inwieweit die Offenlegung der Kosten für Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und Krankenversicherungen dem Kunden mehr Transparenz verschafft darf bezweifelt werden.

Versicherer müssen die Kosten des Vertrags bei der Lebensversicherung, Rentenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und der privaten Krankenversicherung vor dem Kunden offen legen. Der Kunde sollte dies aber nicht mit der Provision des Vermittlers verwechseln, denn diese wird nicht extra ausgewiesen sondern die Gesamtkosten des Vertrages. Die Verträge oder besser Angebote dürften auch kaum dadurch vergleichbarer sein, da jede Versicherung sicher ein wenig anders rechnet.

Vergleich ist schwierig Zu vergleichen könnte auch überhaupt schwieriger werden, denn wenn noch mehr Anbieter mit einer Nettopolice auf den Markt kommen, wird es immer schwieriger für den Kunden. Nettopolice bedeutet dass die Provision nicht den Vertrag belasten sondern gesondert vereinbart werden kann. Nur wenn solche Nettopolicen auftauchen haben diese in der Regel auch eine wesentlich bessere Ablaufleistung, wobei die Provision aber eben extra bezahlt werden muss und damit sind diese noch weniger vergleichbar als vorher.

Beteiligung an der Provision Ob der Kunde durch die Offenlegung der Kosten vermehrt versucht eine Beteiligung an der Provision vom Versicherungsvermittler zu bekommen, ist ungewiss. Auch wenn es offiziell ein Provisionsabgabeverbot gibt, wird es trotzdem ab und an gemacht, wenn nur so das Geschäft machbar ist. Das Provisionsabgabeverbot steht durch die EU so oder so auf der Kippe.