Das Renteneintrittsalter mit 67 Jahren verkürzen mit Zeitwertkonten

Kaum jemand will bis zu seinem 67. Lebensjahr arbeiten, doch die Erhöhung des Renteneintrittsalter macht dies für viele, die früher den Ruhestand genießen wollen, nur mit Abschlägen möglich. Zeitwertkonten bzw. Lebensarbeitskonten könnten es möglich machen früher in Rente zu gehen.

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Kaum jemand will bis zu seinem 67. Lebensjahr arbeiten, doch die Erhöhung des Renteneintrittsalters macht dies für viele, die früher den Ruhestand genießen wollen, nur mit Abschlägen möglich. Zeitwertkonten bzw. Lebensarbeitskonten könnten es möglich machen früher in Rente zu gehen.

Rente ohne Abzüge

Für Männer und Frauen ab dem Jahrgang 1964 hat die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre nur Nachteile. Will man seine Rente ohne Abzüge erhalten muss man bis zum 67 Lebensjahr arbeiten oder Abschläge von 3,6 Prozent pro Jahr hinnehmen.

Früher in Rente gehen mit Zeitwertkonten

Will man seine Rente schon mit 63 Jahren genießen sind dies immerhin 14,4 Prozent weniger. Mit den so genannten Lebensarbeitszeitkonten ist es möglich früher in Rente zu gehen. Bei diesen Zeitkonten werden dem Arbeitnehmer seine Überstunden, Sonderzahlungen oder auch der nicht in Anspruch genommen Urlaub nicht ausbezahlt, sondern auf ein Vorsorgekonto angelegt. Die Beträge werden auf das Vorsorgekonto ohne Steuerabzüge oder Sozialabgaben einbezahlt. Erst wenn der Arbeitnehmer Geld aus diesem Vorsorgekonto bekommt, werden Steuern und Sozialabgaben fällig. So könnten die Zeitwertkonten eine interessante Alternative sein um schon früher als mit 67 Jahren in Rente zu gehen.

Keine spekulative Anlage

Dabei muss eine Versicherung, Bank oder ein Beratungsunternehmen mit einbezogen werden, damit die Gelder auf dem Vorsorgekonto gut angelegt werden und vor allen Dingen der Schutz dieser Gelder des Arbeitnehmers, bei einer möglichen Insolvenz des Arbeitgebers, abgesichert ist. Der Arbeitgeber sollte dabei auch aufgeklärt werden, keine zu spekulative Anlage zu wählen, da bei einer unzureichenden Vertragsgestaltung dann dafür haften muss, sollte bei der Anlage ein Minus herauskommen.

Beratung ist erforderlich

Probleme könnte es bei einem Arbeitsplatzwechsel geben, wenn der neue Arbeitgeber dies Zeitwertkonto nicht weiter führen will. Dann gibt es nur die Möglichkeit den Vertrag zum Beispiel in eine Direktversicherung umzuwandeln oder sich alles auszahlen lassen. Dabei werden Sozialversicherungsbeiträge fällig und eventuell auch Einkommensteuer. Die Zeitwertkonten sind ein sehr umfangreiches Thema, deshalb sollten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer an kompetente Berater wenden.

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